Betreuung der unter Dreijährigen

Ab August diesen Jahres haben Eltern für ihre unter drei Jahren alten Kinder einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Diese bundesgesetzliche Regelung wird mit den geänderten Familiensituationen und den sich zunehmend verändernden Konditionen im Arbeitsleben begründet. Ziel ist, Angebote für etwa ein Drittel eines Geburtsjahrganges vorzuhalten.
Anbieter von Krippenplätzen sind in aller Regel die Städte und Gemeinden sowie kirchliche Einrichtungen.

Der parteilose Bürgermeisterkandidat Gerald Helfrich sieht die Gemeinde Gründau auf diesem Gebiet eigentlich gut aufgestellt. Allerdings sind noch Plätze zu schaffen. Dies soll durch eine Erweiterung der Kindertagesstätte „Sonnenschein“ in Rothenbergen geschehen.

„Gegenwärtig unterbreitet die Gemeinde in Lieblos in der Kita „Eulennest“ und in der Kita „Villa Kunterbunt“ in Mittel-Gründau zusammen 25 Plätze. Mit den Plätzen im Mehrgenerationenhaus „Kleiner Anton“ in Rothenbergen und der vereinsmäßig organisierten Kinderkrippe „Kuckucksnest“ können gegenwärtig 76 Kleinkinder eine umfassende Betreuung erfahren.
Einen besonderen Stellenwert nehmen zusätzlich die in Gründau zur Zeit vorhandenen 15 Tagespflegepersonen ein.

Dieser Personenkreis kann auf die Bedürfnisse der Eltern sehr individuell abgestimmte Betreuungsangebote unterbreiten. Maximal fünf Kinder darf eine Tagespflegeperson aufnehmen. Dank des vom „Kleinen Anton“ vorgehaltenen Tagespflegeprojektes „Die Tausendfüßler“, das beispielsweise auch eine fachliche Qualifizierung der Tagespflegepersonen fördert, können die Eltern auf eine weitere zuverlässige Einrichtung zurückgreifen“, führte Gerald Helfrich weiter aus.

Im Falle seiner Wahl zum Gründauer Bürgermeister will er die Zahl der Tagespflegepersonen noch weiter steigern. Gerade die zeitliche Betreuung könnten durch Pflegepersonen den Bedürfnissen der Eltern besser angepasst werden.

Dazu sei, so Helfrich, eine Erhöhung der gemeindlichen finanziellen Leistungen erforderlich. Dies könne in Form von angepassten Zuschüssen an die Tagespflegepersonen, die damit eine Ergänzung ihrer Altersvorsorge vornehmen sollten, erfolgen.

Bei Umsetzung dieser Vorstellungen sieht Gerald Helfrich keine Probleme mit der Erfüllung des gesetzlichen Rechtsanspruchs auf eine Betreuung der unter Dreijährigen.